Hausrat- und Wohngebäudeversicherung — Deutschland

Hausrat- & Wohngebäudeversicherung Rechner

Berechnen Sie Ihre Versicherungssumme und Jahresprämie — für Eigenheim, Eigentumswohnung, als Mieter oder als Vermieter. Inklusive Elementarschadenversicherung. Ohne Anmeldung.

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Versicherungswerte

+Gebäudeversicherungswert336.000 €
+Hausrat-Versicherungssumme78.000 €
Gesamte Versicherungssumme414.000 €

Indikative Jahresprämie

Jahresprämie1.030 €1.610 € / Jahrca. 110 € / Monat

Indikative Spanne. Vergleichen Sie Angebote bei: HUK-Coburg, Allianz, ARAG, Gothaer, Ergo, R+V, VHV.

⚠️ Elementarschadenversicherung: Schützt vor Überschwemmung durch Starkregen oder Fluss-Hochwasser, Erdrutsch, Erdbeben und Rückstau aus der Kanalisation. Seit den Flutkatastrophen (2002, 2013, 2021 Ahrtal) empfehlen Verbraucherschützer dringend, diesen Baustein abzuschließen. Viele ältere Policen enthalten ihn nicht automatisch — prüfen Sie Ihren bestehenden Vertrag.

🏠 Wohngebäude- und Hausratversicherung sind in Deutschland zwei getrennte Produkte. Die Wohngebäudeversicherung deckt das Gebäude (Wände, Dach, fest verbaute Leitungen). Die Hausratversicherung deckt den beweglichen Inhalt (Möbel, Elektronik, Kleidung). Mieter benötigen nur eine Hausratversicherung. Eine Privathaftpflichtversicherung (ca. 50–100 €/Jahr) schützt zusätzlich gegen Haftpflichtansprüche Dritter und wird separat abgeschlossen.

Orientierungsrechnung auf Basis von Marktdurchschnittswerten 2024. Kein Angebot, kein Vertragsabschluss. Tatsächliche Prämien hängen von Versicherer, Objektzustand und Vertragsbedingungen ab.

Preisentwicklung der Wohngebäudeversicherung in Deutschland
Jahresprämie Wohngebäudeversicherung — Einfamilienhaus 130 m², Massivbau, Deutschland (€/Jahr, Bundesdurchschnitt) 50% seit 2016
€250€300€350€400€450€50020162018202020222024

Indikative Durchschnittswerte für ein Einfamilienhaus (130 m², Massivbau, Baujahr 2000–2009). Quellen: GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft), Verbraucherzentrale, Vergleichsportal-Auswertungen. Der starke Anstieg seit 2022 ist auf die Baupreisinflation (Materialkosten, Handwerkermangel) sowie häufigere und teurere Elementarschäden zurückzuführen. Die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 hat zudem viele Versicherer veranlasst, Risiken in Überschwemmungsgebieten deutlich teurer zu bepreisen.

Hausrat- und Wohngebäudeversicherung in Deutschland

In Deutschland sind Hausrat- und Wohngebäudeversicherung zwei separate Produkte — im Gegensatz zu Frankreich oder Großbritannien, wo Kombinationspolicen (MRH, Buildings & Contents) üblich sind. Das ist wichtig zu verstehen: Wer nur eine Wohngebäudeversicherung hat, ist gegen Brand oder Sturmschäden am Gebäude abgesichert, nicht jedoch gegen den Verlust von Möbeln und Elektronik. Wer nur Hausrat versichert, ist gegen Diebstahl und Leitungswasserschäden am Inventar geschützt, nicht am Gebäude.

Was deckt die Hausratversicherung?

Die Hausratversicherung deckt den gesamten beweglichen Inhalt der Wohnung gegen folgende Risiken:

  • Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion)
  • Einbruchdiebstahl und Vandalismus — einschließlich Trickdiebstahl und Raub
  • Leitungswasser — Rohrbruch, Frost, auslaufende Waschmaschine
  • Sturm und Hagel (ab Windstärke 8)
  • Optional: Fahrraddiebstahl außerhalb der Wohnung
  • Optional: Elementarschäden (Überschwemmung, Erdbeben, Rückstau)

Als Faustregel empfiehlt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) eine Versicherungssumme von mindestens 650 €/m² Wohnfläche, um Unterversicherung zu vermeiden. Wer hochwertige Elektronik, Kunstgegenstände oder Schmuck besitzt, sollte diese separat deklarieren oder den Betrag entsprechend erhöhen.

Was deckt die Wohngebäudeversicherung?

Die Wohngebäudeversicherung deckt das Gebäude selbst — also Wände, Dach, Fundament, fest verbaute Leitungen (Strom, Wasser, Heizung), Einbauküche und Sanitäreinrichtungen. Standardmäßig abgedeckt sind:

  • Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion)
  • Leitungswasser (Rohrbruch, Frost)
  • Sturm und Hagel
  • Optional: Elementarschäden (Starkregen, Hochwasser, Erdbeben, Rückstau)

Für Baufinanzierungen ist die Wohngebäudeversicherung faktisch Pflicht — Banken verlangen sie in der Regel als Bedingung für das Hypothekendarlehen.

Elementarschadenversicherung: Warum jetzt?

Die Elementarschadenversicherung schützt gegen Schäden durch Überschwemmung (Starkregen, Fluss-Hochwasser), Erdrutsch, Erdbeben, Erdsenkung, Schneedruck und Rückstau aus der Kanalisation. Sie ist ein optionaler Baustein, der der Wohngebäude- und/oder Hausratversicherung hinzugefügt werden kann.

Nur rund 50 % der deutschen Wohngebäude sind gegen Elementarschäden versichert — obwohl das Risiko für alle Regionen Deutschlands besteht, nicht nur in ausgewiesenen Überschwemmungsgebieten. Starkregen kann überall auftreten. Die Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal (über 1.800 zerstörte Häuser, Milliardenschäden) hat deutlich gezeigt, dass Überschwemmungsrisiken auch in Gebieten bestehen, die nicht als Risikozone eingestuft sind.

Das Zonierungssystem ZÜRS (Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen) der deutschen Versicherungswirtschaft teilt alle Adressen in vier Gefährdungsklassen ein. In Klasse 4 (sehr hohes Risiko) ist kaum noch Elementarschutz zu bekommen; in den Klassen 1–3 ist er gut erhältlich. Prüfen Sie Ihre ZÜRS-Klasse über das GDV-Naturgefahrenportal.

Eigentumswohnungen: was der WEG-Vertrag abdeckt

Bei Eigentumswohnungen (ETW) schließt die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) eine gemeinschaftliche Wohngebäudeversicherung für das gesamte Gebäude ab — finanziert über das Hausgeld. Diese deckt die Gemeinschaftseigentums­teile (Außenwände, Dach, Treppenhaus). Was sie nicht deckt, sind Ihre Sonderausstattungen und Einbauten (neuer Parkettboden, Designbad, hochwertige Küche), die Sie als ETW-Eigentümer selbst versichern müssen — entweder über eine eigene Wohnungsinhalt-Police oder eine erweiterte Hausratversicherung mit Einbeziehung des Sondereigentums.

Privathaftpflicht: das wichtigste Produkt, das hier fehlt

Die Privathaftpflichtversicherung ist das meistempfohlene Versicherungsprodukt in Deutschland — und wird separat abgeschlossen. Sie deckt Schäden, die Sie Dritten durch Unachtsamkeit zufügen: ein umgestoßenes Glas auf dem Laptop des Nachbarn, ein umgekipptes E-Bike auf dem Parkplatz, ein Kind, das beim Spielen eine Fensterscheibe zerbricht. Typische Prämie: 50–100 €/Jahr für Einzelpersonen oder Familien. Da sie nicht Teil der Hausrat- oder Gebäudeversicherung ist, erscheint sie in diesem Rechner nicht, sollte aber auf Ihrer Versicherungs-Checkliste ganz oben stehen.

Häufige Fragen

Ist dieser Rechner kostenlos?
Ja — ohne Anmeldung, ohne Kosten. Alles läuft im Browser, keine Daten werden gespeichert.
Was gilt als Unterversicherung?
Unterversicherung liegt vor, wenn die vereinbarte Versicherungssumme unter dem tatsächlichen Wert des Inventars oder des Gebäudes liegt. Im Schadenfall erstattet die Versicherung dann nur anteilig. Wenn Ihr Hausrat €60.000 wert ist, Sie aber nur €40.000 versichert haben, erhalten Sie im Totalschaden nur zwei Drittel der tatsächlichen Schadensumme. Viele ältere Verträge haben zu niedrige Versicherungssummen, weil sie seit Jahren nicht angepasst wurden.
Kann ich kündigen, wenn ich umziehe?
Ja — bei einem Wohnungswechsel können Sie Ihre Hausratversicherung außerordentlich kündigen (gesetzliches Sonderkündigungsrecht nach § 96 VVG). Die Police gilt für den Umzugstransport kurzzeitig auch für den neuen Standort. Kündigen oder ummelden müssen Sie in jedem Fall — sonst sind Sie am neuen Standort möglichweise nicht oder falsch versichert.
Deckt die Hausratversicherung auch Fahrraddiebstahl?
Nur wenn der Baustein Fahrraddiebstahl eingeschlossen ist — dieser ist bei den meisten Versicherern optional und kostenpflichtig. Ohne diesen Baustein ist das Fahrrad nur bei Diebstahl aus dem abgeschlossenen Keller oder der Wohnung versichert, nicht auf der Straße. Für hochwertige Fahrräder und E-Bikes lohnt sich dieser Zusatzbaustein fast immer.